Wer nicht hören will...muss fühlen
Wie unser Körper mit uns spricht
Ich möchte zu dieser (meiner) Geschichte etwas ausholen...Seit Monaten wurde ich immer tauber auf meinem rechten Ohr. Nichts tragisches, es hat sich darin nur einiges angesammelt. Seit einigen Wochen wurde es allmählich unangenehm und mühsam, jegliche alternative Behandlungen zeigten keine Wirkung. Sonntagabend, nach einer Familienfeier wurde es unerträglich. Ich hörte auf dieser Seite nichts mehr, hatte Schmerzen und Schwindelattacken. Der Gang zum Arzt wurde unausweichlich.
Ich schaue mir Symptome immer ganzheitlich an. Wenn unser Körper reagiert, zeigt er uns oft ein Thema auf. Jedes Wehwehchen tief zu analysieren ist nicht mein Anspruch. Und manches liegt soviel tiefer, innerhalb unserer Genetik.
Wenn sich etwas nun aber immer wieder und in aller Deutlichkeit zeigt, schaue ich hin.
Ohren stehen natürlicherweise fürs Hören und alles was im Aussen gesagt wird. Ebenfalls ermöglichen die Ohren die Aufrechterhaltung unseres Gleichgewichts zwischen Körper und Geist. Unser Gleichgewicht hält uns Aufrecht, so dass wir in unserem Mittelpunkt verankert bleiben. Für unsere Balance ist es wichtig, trotz allem gehörten bei uns Selbst zentriert zu bleiben.
Vor einigen Tagen, während meiner Reiki Selbstbehandlung zeigte sich mir meine rechte Gesichtshälfte dunkler und nach hinten verschoben. Allgemein nahm ich seit Wochen eine verdichtete Energie in meinem Kronen, Stirn und Halschakra wahr. Die rechte Seite wird der männlichen Energie zugeordnet. Die Thematik dahinter:
- Öffentlichkeit
- Zukunftsblick, Zukunftsängste
- Viel Geben ohne aufzutanken
- gesellschaftliche Maske
- Vater, Chef, Behörden...
- etc
Fragen dazu:
Wo sind Gefühle von festgefahren vorhanden? Wo möchte zu viel mit dem Kopf gelöst werden? Hier kann es hilfreich sein, Verspieltheit und Leichtigkeit reinzubringen. (Tanzen, Singen, bunte Kleidung etc)
Wechselatmung kann wieder mehr Balance ins System bringen.
Auch der Schwindel spricht:" Alles ist in Bewegung, alles geht zu schnell!" Ich fühle mich zusammengedrückt, mir fehlt ein Anhaltspunkt, um mich orientieren zu können. Schwindel kann eine Art Flucht sein, ich möchte nicht sehen und hören.
Mir war mein Thema voll Bewusst. Mein Leben richtet sich Neu ein und natürlich möchte ich irgendwie die Kontrolle darüber halten um mein Nervensystem beruhigen. Diese "Möchtegernkontrolle" schenkt mir jedoch keine wirkliche Sicherheit, viel eher verursacht sie Enge und Stress. Soviel Druck, dass mein Körper lieber nicht mehr alles hören möchte und sich durch Schwindel etwas in die Flucht schlagen kann.
Obwohl ich durchaus ein yin-betonter Mensch mit einer guten Anbindung bin, habe ich durch mein kontrollieren wollen etwas mein Vertrauen vernachlässigt.
All diese Erkenntnisse, lösen die körperliche Auswirkung nicht sofort in Luft auf. Doch sie schenken uns Verständnis. Wenn wir Verstehen, können wir durchatmen und die Situation einfach kurz mal Annehmen wie sie ist. Dadurch beruhigt sich unser Körper, Geist und Seele. Wir kommen wieder bei uns Selbst an. Wir können eine neue Standortbestimmung aufnehmen.
In meinem Fall hiess das, das Ohr musste befreit werden und den Schwindel darf abgeklärt werden. Gleichzeitig ordne und strukturiere ich neu. Was ist gerade zu viel und darf losgelassen oder auf später verschoben werden. Was macht mir Freude und schenkt mir Energie, wo fühle ich Druck und Energieverlust.
Das ist für mich ganzheitliches Hinsehen. Alternativmedizin, Energiearbeit und Schulmedizin haben für mich alle ihre Daseinsberechtigung. Wie bei allem, die Dosis machts aus! Das Gleichgewicht.
Als gelernte medizinische Praxisassistentin ist es mir wichtig, alle Ansätze zu vereinen.
Reiki ersetzt keine schulmedizinische oder psychologische Behandlung. Genauso wenig ersetzt die Schulmedizin mit Fokus auf die Symptomatik den ganzheitlichen Blick unserer Seele.
Ich mag kein: Entweder-oder! Ich mag Teamwork. Ich mag die Unterschiedlichkeit unseres Seins und die gleichzeitige Verbundenheit.
In meinen Räumen, wirst auch DU ganzheitlich von mir wahrgenommen. Es darf sich zeigen, was jetzt gerade gesehen werden möchte. Es gibt kein besser oder schlechter.
Es ist dein Raum, um bei dir anzukommen. So wie es sich gerade für dich gut anfühlen mag.
Ich flüstere dir ganz wunderbare Frühlingsworte ins Ohr.
Bis bald du liebe Mitleserin ;-)
Herzlichst Nicole

Kommentare
Kommentar veröffentlichen