Dazwischen oder inBetween

 


das leise flüstern des augenblicks-hörst du es auch? 
Es taucht aktuell bei mir, in dieser zeit "zwischen den Jahren", immer wieder in einer sanften Klarheit auf. 
es ist weder laut noch so leise, dass ich es überhören könnte.

es ist einfach da. unaufdringlich. präsent. klar.

weder Anfang noch ende ist gerade von Bedeutung, sondern das "hier & Jetzt."

auf social Media wird gerade viel über den Übergang und dem neuen Zyklus gesprochen. vom 9-er Jahr zum 1-er Jahr. Vom Eremiten zum Magier. Abschliessen & Neueinrichtung.

Doch was ist mit dem raum "dazwischen?" Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir jede noch so kleine Lücke sofort wieder füllen möchten. Kurz Luft holen um altes zu reflektieren, dann sofort loslassen um sich dann ganz schnell klar darüber zu werden, was nun neues manifestiert und geboren werden soll. 

puhh, ganz ehrlich, mir zieht es nur schon beim schreiben dieser Zeile den Magen zusammen! wie krass sind die meisten von uns, in dieser schnellen und leistungsorientierten Gesellschaft, insbesondere auch in der spiri und persönlichkeitsentwicklungs-bubble im Autopiloten  drin und merken es nicht?! ( Ich schliesse mich da nicht aus-by the way). 

doch in der letzten zeit, hat sich tief in mir drin etwas gewandelt.
gespürt habe ich es schon lange. während den letzten Rauchnächte 24/25 meldete sich schon ein Gefühl in mir. der Wunsch, mehr in mir selbst zu ruhen. mich nicht über berieseln zu lassen von all den tollen dingen im aussen. vieles ist wahrlich schön. Inspirierende Seelen lassen sich tolles einfallen und auch ich kreiere gerne räume.

doch ich spürte auch schon damals, manchmal braucht es einfach nur sich selbst und stille. Einkehr ohne irgendwas machen zu müssen-egal wie toll diese dinge auch alle sein mögen.

für mich ist es spannend zu fühlen, was dieses "dazwischen" mit mir macht. Wie gut kann ich mich in diesem "Nicht genau wissen" halten? Welche Gefühle zeigen sich, was für Gedanken, welche Automatismen? Zu welchen Überlebensstrategien möchte ich greifen?

Wie verlockend es doch immer ist, eine Tür zu schliessen und vor dem Sprung zur neuen Tür, schon den neuen Türknauf in der Hand zu halten oder zumindest im Blickwinkel zu sehen!

doch ist das nicht eigentlich ein kleiner Schwindel? Wie mutig und wie Neu ist so ein Schritt wirklich? Wie nachhaltig? machen wir uns da nicht selbst was vor?

wenn wir uns diesem leeren Raum "dazwischen" nicht wirklich voll und ganz hingeben können, war er dann überhaupt da? Einmal blinzeln und weiter geht's?

Dieses Jahr möchte ich ihn begrüssen. ich lade ihn dazu ein, mich länger zu besuchen. Ich möchte mir Zeit nehmen, mich wirklich in der tiefe mit ihm zu unterhalten. Ich möchte hinhören, was er mir erzählt und welche Gefühle er in mir auslöst.

Seit Jahren bin ich durch viele Wandel geschritten. ich liebe Veränderung und Bewegung. Doch ich durfte auch lernen, dass oftmals, weniger suchen, weniger druck und weniger Bewegung - mir ermöglichen, meine Kräfte sinnvoll einzusetzen. Dass ich dem Leben vertrauen kann, dass alles was zu mir kommen soll, auch folgen wird. ich brauche nicht durchs leben zu hasten. 

seit mehreren Jahren bin ich beruflich sehr suchend unterwegs. Gerade bin ich wieder "dazwischen". Job gekündigt und noch keine neue Klarheit wie  und wo es weitergeht. Hoffnung, Mut und Ängste geben sich immer wieder die Hand. 

Doch ich habe mich entschieden zu bleiben! Ich bleibe im Dazwischen-Raum, solange wie es dauert. Ich vertraue meinem eigenen Zyklus! (Auch wenn Kollektiv nun alle "GO" rufen).

Denn was ich ganz klar für mich erkennen durfte:
Ich möchte diesen "dazwischen" raum nicht verlassen um in den "UM ZU" Raum zu wechseln.

Manifestieren: um zu!
Wünschen: um zu!
Kreieren: um zu!
Neues beginnen: Um zu!

im "Um Zu" Raum warten oftmals Leistungsdruck, Erwartung und Enttäuschung. Im "Um  Zu" Raum möchten wir uns und anderen gerne Dinge beweisen. Im " Um zu" Raum verlieren wir uns sehr schnell wieder selbst.....

Ich stelle dir hier gerne die eine Frage:

Was ist dein "Um zu" ?
wenn du ganz ehrlich mit dir selbst bist, wie sehr spricht aus diesem Raum dein verletztes inneres Kind? 

Wenn deine Antwort sich gut und klar anfühlt, weil sie aus deinem Herzen und deiner Seele spricht-dann freue ich mich sehr für dich.

Dann wirst du wahrscheinlich auch keinen Druck verspüren, denn klares wissen ist ruhig.

Meine Fragen die ich mir im neuen Jahr vermehrt stellen werde sind:
Welche Erfahrung möchte ich machen? Was fühlt sich im Moment gut an?

Ich wünsche dir ganz viel Raum inBetween und eine innere Klarheit, die dich ruhig und vertrauensvoll begleiten mögen.

Herzlichst Nicole







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